GKN zeigte, wie es geht

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Besuch des indonesischen Bildungsministers und einer pakistanischen Delegation

Als Follow-up der Reise des Präsidenten Joko Widodo im April, besuchte der Minister für Bildung und Kultur Anies Baswedan Ende Juni Deutschland, um die Zusammenarbeit bei der Entwicklung der dualen Ausbildung (dual system) an indonesischen Berufsschulen festzuzurren. Die duale Ausbildung verbindet das Lernen in der Schule mit der Praxisausbildung in der Wirtschaft – ein Erfolgsmodell aus Deutschland.

Deutsches Modell bestes Referenzmodell für Indonesien

Das Modell, Berufe nach einem dualen System auszubilden, muss sich natürlich in das Entwicklungskonzept für Berufsschulen einpassen, das seitens des Bildungs- und Kulturministeriums bereits vorliegt. So Anies: „Während des Besuchs haben wir wichtige Lehren für Indonesien gezogen. Indonesien kann die duale Berufsausbildung nicht 1 zu 1 oder copy & paste übertragen. Es ist aber das Klügste, das deutsche Modell als das beste Referenzmodell für Indonesien zu platzieren.“

Der Bildungsminister Anies Baswedan führte auch den Dialog mit der Industrie- und Handelskammer Trier. Angeregt durch den Hauptgeschäftsführer der IHK Trier, Dr. Jan Glockauer, sagte Anies, dass „einer der Erfolgsfaktoren Deutschlands, nämlich das Schaffen von Nutzen für alle Beteiligten, unbedingt in Indonesien angewendet werden muss. Unternehmen sind bereit, Geld für die Berufsausbildung auszugeben, wenn sie die Garantie auf die Bereitstellung von kompetenten Fachkräfte haben.“


Hohe Qualität der Ausbildung sehr beeindruckend

Wie die Berufsausbildung in einem Betrieb aussehen kann, konnte sich die indonesische Delegation nach dem Besuch in der IHK direkt vor Ort bei GKN Driveline im Trierer Hafen anschauen. In dem Unternehmen arbeiten 562 Menschen, davon sind 52 in sechs verschiedenen Bereichen in der Ausbildung. In dem Werk werden Teile für die Automobilindustrie hergestellt. In der Präzisionsumformung ist GKN Driveline Trier weltweit führend. Im letzten Jahr hat das Unternehmen einen Umsatz von 163 Millionen Euro erzielt. Die komplexen Anlagen und Maschinen und ihre Verkettung benötigen qualifizierte Menschen zur Programmierung und Bedienung. Auszubildende werden deshalb intensiv geschult und sukzessive an die kompliziertesten Anlagen herangeführt. Die Grundlagen dafür werden in der modernst eingerichteten Ausbildungswerkstatt vermittelt. Die hohe Qualität der Ausbildung bei GKN beeindruckte die indonesische Delegation sehr.

Am 17. Juni besuchten auch Vertreter der pakistanischen Regierung, der Handelskammer und verschiedener Industriezweige die GKN Driveline Trier GmbH.

Die Delegation befand sich auf einer Deutschlandreise, um sich über das duale Berufsausbildungssystem kundig zu machen. Die Betriebsbesichtigung sollte den Delegierten am Ende der Reise die Möglichkeit geben, die praktische Durchführung der Berufsausbildung in einem ausgezeichneten Ausbildungsbetrieb zu sehen. Neben der Besichtigung der Produktion konnten die Besucher sich ausführlich in der Ausbildungswerkstatt über die verschiedenen Berufsbilder und die praktische Ausbildung informieren. Dabei standen nicht nur Gespräche mit Unternehmensvertretern auf dem Programm, sondern die Besucher konnten auch direkt mit den Auszubildenden sprechen und Eindrücke sammeln.

Begeistert über die Vielfalt und hohe fachliche Kompetenz der Ausbildung bei GKN machte sich die Delegation im Anschluss wieder auf ihre Rückreise nach Pakistan.