Künstliche Intelligenz mitgestalten …

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„Technologien sind nicht böse oder gut, es sind Werkzeuge und sie können uns helfen, besser zu leben und unsere riesigen Probleme im Zusammenhang mit dem Klimawandel zu lösen.“ Jörg Heynkes

… statt dies den USA und China zu überlassen!

In zehn Jahren sind humanoide Roboter im Haushalt so selbstverständlich wie heute Kaffeemaschinen und Staubsauger.

Jörg Heynkes, Unternehmer und Vizepräsident der Bergischen Industrie- und Handelskammer warnt davor, dass Europa und Deutschland die wichtigsten Entwicklungen der Digitalisierung verpassen und damit unsere Zukunftschancen verspielen. Er sagte auf der Mitgliederversammlung des Arbeitgeberverbandes vem.die  arbeitgeber  e.V. in Montabaur, dass wir in der spannendsten Zeit der Menschheitsgeschichte leben. Aber auch in der gefährlichsten Zeit. Künstliche Intelligenz (KI) werde zwar immer von Menschen gemacht aber derzeit meist von großen Konzernen (aus den USA) oder von (totalitären) Staaten wie China. Mit nicht immer lauteren Absichten.

Im Zentrum aller künftigen Entwicklungen und Innovationen werde immer KI stehen, so Jörg Heynkes. Dies, verknüpft mit den rasanten Fortschritten in der Robotik, werde dazu führen, dass in fünf bis acht Jahren ein humanoider Roboter in den Privathaushalten so selbstverständlich sei, wie heute die Kaffeemaschine oder unser Staubsauger. In zehn Jahren sei der Markt für Robotik größer als der Automarkt. Deutschland sei bei KI und Robotik aber nicht führend, sondern hinke der weltweiten Entwicklung weit hinterher.

Wertschöpfung von künstlicher Intelligenz und Robotik

Alle Routinetätigkeiten werden bis 2030 digitalisiert worden sein. Deshalb müssten wir darüber reden, wie die Wertschöpfung der Digitalisierung und Robotik verteilt werde. Alle staatlichen Sicherungssysteme, wie Steuersystem und Sozialversicherung, beruhten auf menschlicher Wertschöpfung. Die aber werde immer mehr durch Wertschöpfung von künstlicher Intelligenz und Robotik abgelöst. Heynkes plädiert für völlig neue Systeme, unter anderem eine Art Maschinensteuer.

Heynkes: „Technologien sind nicht böse oder gut, es sind Werkzeuge und sie können uns helfen, besser zu leben und unsere riesigen Probleme im Zusammenhang mit dem Klimawandel zu lösen.“ Wir müssten aber jetzt anfangen, diese mitzugestalten und es nicht anderen überlassen. In Kombination mit der Plattformökonomie, die bislang ganz wesentlich von US- und asiatischen Firmen beherrscht werde, lauerten auch Gefahren. Die Beschneidung der Meinungsfreiheit und eine Totalüberwachung wie in China ließen die Vision George Orwells am Horizont erscheinen bzw. deutlich übertreffen.