Liebe Leserinnen und Leser

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mancher Journalist sieht bereits eine große Krise analog der Weltwirtschaftskrise 2008/09 auf uns zukommen. Sie verkennen dabei jedoch, dass die Ausgangslage heute eine gänzlich andere als vor gut zehn Jahren ist. Die sich eintrübende Konjunktur, außenpolitische Spannungen, der Fachkräftemangel, die Digitalisierung, der Weltklimawandel und die ungeklärte Transformation der Antriebstechniken sind aktuell die mannigfaltigen Problemfelder und treffen auch unsere Mitglieder mit unterschiedlicher Ausrichtung und Härte. Stellenabbau, Produktionsverlagerungen in das Ausland und ein weiter steigender Innovationsdruck sind nur einige Folgen, mit denen sich die M+E-Industrie in naher Zukunft beschäftigen muss.
Für den Fall, dass doch einmal Beschäftigte abgebaut werden müssen, lesen Sie den Expertenbeitrag unserer Syndikusrechtsanwältin Kristina Sahl über den rechtssicheren Zugang von Kündigungen auf Seite 16. Einen Blick auf die Entwicklung des Außenhandels werfen wir in unserem Beitrag auf Seite 28. Darin wird deutlich, dass die Exporte vor allem nach Großbritannien besonders stark gesunken sind. Auch unser Karikaturist Luff thematisiert die Auswirkungen des Brexits auf der Umschlagsrückseite.
Was wir heute mehr denn je brauchen, sind die Ideen von engagierten Gründern und deren Umsetzung in nachhaltig erfolgreiche Unternehmen. Bei einem Blick in die Vergangenheit gab es diese schon einmal – in der Wirtschaftswunderzeit nach dem zweiten Weltkrieg besonders häufig. Viele der damals gegründeten Unternehmen sind heute Marktführer in ihren Produktsegmenten. So auch unsere Mitglieder apra-norm Elektro­mechanik GmbH in Mehren und wolfcraft GmbH in Kempenich. Beide Unternehmen feierten jüngst Jubiläen. Lesen Sie die Berichte zu 70 Jahre wolfcraft auf den Seiten 4 ff und 50 Jahre apra-norm auf den Seiten 12 ff und gehen Sie mit uns auf eine Zeitreise mit einigen Begründern unseres Wohlstandes.
Junge Menschen mit guten Ideen in Technik und Informatik gibt es aber auch heute. Wir fördern diese unter anderem unter dem Dach des Vereins MINT-EC. Ein Geschwisterpaar der MINT-EC-Schule Johannes-Gymnasium in Lahnstein hat jetzt den Publikumspreis eines japanischen MINT-Wettbewerbs in Kobe gewonnen! Wir freuen uns darüber sehr und gratulieren zum Erfolg. Mehr hierzu auf Seite 24.
Wir freuen uns über Ihr Feedback.
Herzlichst,
Ihr
Thorsten Bröcker
Hauptgeschäftsführer
des vem.die arbeitgeber e.V.