Zweiter MINT-Tag Rheinland-Pfalz

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Ein geometrisches Experiment mit Erbsen und Zahnstochern aus dem Workshop Mathematik ohne Zahlen

für Kitas und Grundschulen

Im Gebiet der Regionaldirektion Rheinland-Pfalz-Saarland der Bundesagentur für Arbeit fehlen derzeit 20.400 MINT-Fachkräfte“, berichtete auf dem zweiten MINT-Tag Rheinland-Pfalz in Budenheim Thorsten Bröcker, Hauptgeschäftsführer des Arbeitgeberverbandes vem.die  arbeitgeber  e.V. Anlass war der zweite MINT-Tag Rheinland-Pfalz für Kitas und Grundschulen, veranstaltet von den Chemieverbänden Rheinland-Pfalz, den beiden Arbeitgeberverbänden der Metall- und Elektroindustrie vem.die  arbeitgeber  e.V. und PfalzMetall sowie SCHULEWIRTSCHAFT Rheinland-Pfalz unter dem Dach der Landesvereinigung Unternehmerverbände Rheinland-Pfalz (LVU).

Die Zahl stammt aus dem MINT-Report Herbst 2018 des Instituts der deutschen Wirtschaft. Die Lücke beträgt (Stand Oktober 2018):

  • MINT-Fachkräfte* 11.100
    (mit Berufsausbildung)
  • MINT-Spezialisten* 3.200
    (Meister, Techniker, etc.)
  • MINT-Experten* 6.100
    (Akademiker)

Die Bildungsakademie Schloss Waldthausen in Budenheim war mit 230 teilnehmenden Lehrkräften ausgebucht und die Warteliste lang. Die Fortbildung stand unter dem Motto „Staunen – Forschen – Denken“. Dazu gab es auch ein Theaterstück der Karl-Kreuter-Grundschule Ludwigshafen.

Insgesamt zehn Workshops mit praktischen Umsetzungen vieler Unterrichts-ideen in den MINT-Fächern luden zum Entdecken und Mitmachen ein. Vom Selbstmachen von Gummibärchen über die Beantwortung der Frage, ob Luft ein Gewicht hat bis hin zu den ersten Schritten zum Programmieren in der Kita reichte die Auswahl. Es wurde mit „Kunos cooler Kunststoff-Kiste“ experimentiert und Wege zur Sprachförderung mit chemischen und physikalischen Experimenten erkundet. Die Inhalte waren speziell auf die Bedürfnisse und Möglichkeiten der Lehrkräfte in Grundschulen und Kitas zugeschnitten.

Thorsten Bröcker, Hauptgeschäftsführer vem.die arbeitgeber e.V.

Thorsten Bröcker erläuterte stellvertretend für die veranstaltenden Verbände die Ziele der Veranstaltung: „Wir wollen gemeinsam mit Ihnen den Nachwuchs von morgen fit machen in den MINT-Themen, vor allem im naturwissenschaftlich-technischen Bereich. Durch eine Vielzahl von Fragen erschließen sich die Kinder, mit denen Sie täglich arbeiten, ihre Welt und leben die ihnen angeborene Neugier aus. Das sollten wir gemeinsam nutzen und die Forscher, Entwickler, Greta Thunbergs und Daniel Düsentriebs von morgen befähigen, auch weiter gute und kritische Fragen zu stellen. Auch wenn wir Erwachsenen selbst nicht immer die Antwort kennen.“ Thorsten Bröcker hatte die Veranstaltung eröffnet, zusammen mit Bildungsministerin Dr. Stefanie Hubig, die per Video zugeschaltet war. Hubig sagte: „MINT-Bildung ist Allgemeinbildung. Bei der MINT-Strategie des Bildungministeriums geht es deshalb nicht nur um eine frühzeitige berufliche Orientierung, sondern auch darum, zu zeigen, dass Technik unsere Welt durchdringt und wie sie funktioniert“, so Bildungs­ministerin Hubig. „Im Zuge unserer breit aufgestellten Strategie wollen wir MINT entlang der gesamten Bildungskette – von der Kita bis in Ausbildung und Studium – für Kinder und junge Menschen konkret
erlebbar machen, Neugierde wecken und begeistern. Denn Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik eröffnen den Zugang zu einem besseren und tieferen Verständnis vieler Lebensbereiche – von Naturschutz bis Digitalisierung“, so Hubig weiter.

Herstellung von Gummibärchen mit einfachen Mitteln